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Tagebuch einer Fahrt der
Kanuabteilung des SV Tungeln auf dem Tidan in Schweden im Sommer 2005
Unsere Gruppe besteht aus 4 Jugendlichen zwischen 10 und 13 Jahren (2 Mädchen, 2 Jungen) und 4 Erwachsenen (3 Frauen, 1 Mann). |
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1. Tag: Montag,
18.7.2005, Wardenburg - Rostock - Trelleborg - Kyrkevarn Maren Erfmann mit Tabea Weimann |
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3. Tag: Mittwoch, 20.7.2005,
Gimmesjön (See) - Madäng Christian Pohlsfuß Morgen vom dritten Tag:
Es war windig, aber nicht sehr kalt. Das Frühstück war lecker
und um ca. 12:00Uhr fuhren wir los. Als wir aus dem See, an dem wir gezeltet
hatten, heraus gepaddelt sind, waren wir wieder im Tidan. Wir trugen bei
Bronan das erste Mal um. Nach dem Umtragen kamen sofort die ersten Stromschnellen.
Nach dem zweiten Umtragen mussten wir weiter durch die Stromschnellen
fahren. Bei einer sehr flachen Stromschnelle mussten wir die Boote ziehen
und schieben und wir machten ein Picknick im Fluss. Plötzlich entdeckte
Maren mehrere Hummer und fragte sofort nach einem Kescher. Aber Enno's
Kescher war verstaut. Später mussten wir das dritte Mal umtragen
(Agarden - Ettak, 1.3 km). Nach diesem langen Umtragen mussten wir erst
mal wieder die Kanus durchs Wasser ziehen. Doch plötzlich wurde es
zu tief und Ole versank bis über die Gürtellinie. Danach konnte
man aber wieder fahren. Am Schluss machten wir noch ein Kanurennen: Ole Schulze |
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4. Tag: Donnerstag, 21.7.2005,
Madäng - Tidaholm |
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Auf dem Infoplan entdeckte Ute, dass Tidaholm ein schöner schwedischer Ort mit alten Hütten und Inseln sein sollte. Wir wurden uns schnell einig, dass wir nur noch bis Tidaholm fahren, dort auf den (konventionellen) Zeltplatz gehen und dann die Stadt angucken. Den Preis (für den Campingplatz) nahmen wir in Kauf. Nach dem (regenfreien!) Zeltaufbau gingen wir los, HUNGRIG und fanden die Stadt leider ziemlich tot, aber schon ganz nett. Es gab leckere Pizza und Süssi-Tüten aus dem Bonbonladen. Zurück am Platz die wohlverdiente Dusche + Klo mit Wasserspülung, Bier für Erwachsene und Fußball für die Kinder, die nach anfänglichen vorpubertären Reibereien voll ihren Spaß miteinander haben! Karin Schulze |
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5. Tag: Freitag, 22.7.2005,
Tidaholm - Fröjered + Ute Greve-Luhmann |
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Tag: Samstag, 23.7.2005, Fröjered + - Liden Christian hat Geburtstag und bekommt eine kleine Tüte mit Blinkern geschenkt. Wieder wurden wir durch Nieselregen geweckt. Nach dem Frühstück begutachten wir die Stromschnellen, die zu bewältigen sind und entdecken dabei ganz viele Walderdbeeren. Mmmh, lecker! Mit Wehmut verlassen wir unseren weltbesten "wilden Campingplatz". Karin und Ole fahren als Erste und kommen locker über die ersten Stromschnellen. Tabea und ich fahren hinterher mit Abstand. Dann bleiben Ole und Karin stecken und wir können nicht abbremsen bzw. wir versuchen, uns rechts am Uferbewuchs festzuhalten. Dies gelingt nur Tabea. Die Wassermassen reißen das Heck mit und wir fahren mit dem Heck voraus blind durch die nächste Stromschnelle. Mit Geschrei bleiben wir quer vor einem umge-stürzten Baum hängen. Wassermassen prasseln uns ins Kanu, aber wir können uns an den Ästen festhalten und Schlimmeres verhindern. Wenn da nicht Maren und Enno im rechten Winkel auf uns zukommen würden. Alle schreien - Karin und Ole, die auf einem Felsbrocken aufliegen, Tabea und ich - weil wir uns schon im Wasser sehen bzw. Maren uns mit weit aufgerissenen Augen entgegenkommt. Dank Enno's Muskelkraft schlagen die Kanus "etwas" gedämpft aneinander. Unser Kanu hat seitdem eine sichtbare Delle im Holm. Am Anfang der Reise haben wir über die zerschundenen Alukanus gelästert, aber jetzt wissen wir, warum sie so aussehen. Wir konnten uns trotz der starken Strömung aus der misslichen Lage befreien und waren hinterher erleichtert! Tabea fand das besser als Achterbahn fahren, weil die Aufregung länger anhält. Chrissi und Ute haben von alledem nur das Geschrei mitbekommen. Auch sie sind mehrmals hängen geblieben. Man konnte auch nirgends aussteigen, weil der Tidan dort so tief war.... Wir paddeln beschwingt weiter bis Blikstorp, schon außerhalb der Gewässerkarte, die uns vom Kanucenter mitgegeben wurde. Ich bin so stolz auf die Kids, keiner murrt, alle fassen (mehr oder weniger) an, wo eine Hand fehlt. In Blikstorp gab es leider nicht wie erwartet den versprochenen Kiosk zum Milcheinkaufen, nur eine trostlose Tankstelle und einen geschlossenen "Nippesladen". Auch die Einsetzstelle nach dem Wehr haben wir nicht gefunden. Karin und ich haben uns schon die Kanus durch das ganze Dorf schieben gesehen, weil weit und breit ein Schilfufer den Fluss säumte. |
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Ute hat Gott sei Dank das |
dann doch noch gefunden. |
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Auf zum nächsten Kraftwerk
mit Wehr in Västra Korsberga (~ 3 km), Himbeersträuche, lecker!!!
Nächstes Kraftwerk mit Wehr in Liden. Welch ein Glück, direkt
an einem großen Kuhstall mit Betrieb. Gibt es etwa doch noch Milch
für's Müsli und Kaffee?? Maike Janssen-Weimann |
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Hier endet das Tagebuch.
(c) SV Tungeln 1904 e.V. - Kanuabteilung -