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Frankreich 19.7.2007 - 1.8.2007

Eine Flußwanderung auf der Loire
von Pouilly-sur-Charlieu nach Pouilly-sur-Loire (205km)

Ein bebildertes Tagebuch
Alle, die nicht mitgefahren sind, berichteten von einer völlig verregneten Zeit,
ob im Norden oder im Süden, aber ... seht selbst...


1. Tag - Mittwoch 18.07.07 - Vorbereitung: Tungeln

(Enno) - Am Morgen nach mehreren Telefonaten zwischen Ute und mir, wer noch was besorgt, begann gegen 16 Uhr das Verpacken der Ausrüstung. Melanie war die Erste am Bootshaus und hatte ihre Nervosität mit einer kleinen Paddeltour auf der Hunte schon halbwegs abreagiert. Nach und nach trudelten dann die anderen ein. Die erste Handlung war, an 4 Booten Beschläge anzubringen, die Ute am Vormittag noch abgeholt hatte. Das Anbringen der Beschläge für das Gepäck klappte gut, nachdem sich Melanie halb in die Boote gezwängt hatte, um die Muttern von unten aufzuschrauben. Danach wurden die Boote verladen, was einige Überlegungen kostete, um die günstigste Position für die Boote auf dem Trailer zu finden. Als letztes wurde der Bus beladen, was nach einigem Hin und Her auch gut klappte. Um 20 Uhr war die Aktion "Verladen des Materials" zuende.

2. Tag - Donnerstag 19.07.07 - 1. Anreisetag: Tungeln - Campingplatz Nancy


Die Stimmung ist gut bei Maren und Tabea
 

(Maike) - 7 Uhr aufgewacht, 7.05 Uhr Anruf von Melanie, daß sie und Enno in 20 Minuten da sind zum Abholen. Panik, ich hab total verschlafen. In einem Affentempo wird geduscht, Maren und Tabea laufen auch wirr durch die Wohnung. Die restlichen Packsäcke werden verschlossen. Schon stehen Enno und Melanie vor der Tür. Auf geht's! Ein Tagesstart ohne Frühstück und meinen geliebten Kaffee. Uff !!!!
An der verabredeten Tankstelle in Wardenburg warten wir auf Ute, Thomas, Karin, Ole und Chrissi. 8 Uhr durch - haben die auch verschlafen? Melanie füllt noch Luft in einen der Bootswagenreifen. Da kommen sie - auf geht's.

Rasthof Lichtendorf (hinter dem Kamener Kreuz) erste Kaffeepause. Maren's Lukendeckel wollte nicht mit nach Frankreich, der hat sich zwischenzeitlich verabschiedet. Mittagspause am Rastplatz Elztal. Dritter Stopp ist eine Raststätte in Luxemburg. Jetzt kommt das Urlaubsfeeling: Die Sonne scheint. Alle Bravo's und Yam's sind schon durchgelesen.

Dann endlich erreichen wir den Campingplatz in Nancy (Frankreich). Nachdem der Wohnwagen aufgebaut ist, wird darin ein nach der langen Autofahrt wohl verdienter Espresso gekocht. Beim Nachfüllen des Topfes verbrüht der plötzlich aufsteigende Wasserdampf Ute's Daumen. Maike holt aus ihrer Erste-Hilfe-Tonne Wund- und Brandsalbe (die bis zum Ende der Fahrt permanent im Einsatz bleiben wird). Dann das erste französische Baguette, ein ausgiebiges Abendbrotessen (Salat mit Feta + Rotwein) unter Kiefern.

Trotz der langen Fahrt haben die Kinder genügend Energie, um den Spielplatz zur späten Stunde noch unsicher zu machen. Melanie und Karin spielen intensiv Tischtennis. Dabei wird der deutsche Tischtennisball gegen einen französischen eingetauscht.


Wann fahren wir weiter? Chrissi und Ole
 

Erholungspause mit Fahrerwechsel
 

Beachvolleyball

 

auf demCampingplatz in Nancy


3. Tag - Freitag 20.07.07 - 2. Anreisetag: Campingplatz Nancy - Campingplatz Pouilly-sous-Charlieu


Kleine Knotenkunde
(Karin) - Nach dem Frühstück mit Wohnwagenausstattung blieb für Melanie und mich noch Zeit für 2 Partien Tischtennis, oder waren es 3? Danach wollten wir starten und ließen den kleinen tätowierten Zwickauer zurück, da seine Anfrage, ihn bis zur Straße mitzunehmen, zum einen sehr spät kam und da ihm, obwohl wir erkennbar startklar waren, noch einfiel, seine Wäsche zu waschen.
Gestartet sind wir um 9.10 Uhr in Nancy. Kurz nach dem Start verdunkelte sich der Himmel dramatisch und es schüttete los, wie aus Eimern. Ute und Thomas fuhren voraus und verließen die Straße, ich meine die Autobahn, was gut war, da die LKW`s trotz sehr eingeschränkter Sicht durch Gischt von oben und unten überholten wie die Bekloppten. Wir mussten sogar kurz auf einem Parkplatz stoppen, bis es wieder besser wurde. Danach Autobahn ohne weitere nennenswerte Vorkommnisse. Die Autobahn verließen wir hinter Beaune und erreichten Pouilly nach weiteren etwa 90 km französischer Landstraße. Im Bus wurde mit großem Ehrgeiz "Kofferpacken" gespielt.
Hier die Liste der Gegenstände, die Melanie, Enno, ich, Chrissi, Ole, Maren, Tabea und Maike einpackten: Paddelschuhe, Schlittschuhe, Wanderschuhe, Kartoffeln, Mohrrüben, Zucchini, 12er Pack Hanuta, Paddel, Wohnwagen von Ute und Thomas, Luftballon, Wörterbuch, gegrillte Zwiebelmaden, Erdnussflips, Kondome, 5 Kühe, Tempotaschentücher, Paddelsack mit Wechselklamotten, Kajak, Glitzertop, Push-up-BH, Stringtanga, Laptop mit Internetzugang, Augenbrauenzupfgerät, Beinrasierer, Güterzug, Sonnenmilch, Brummkreisel, Gleitgel, Kotztüte, Kiste Bier, Lindt-Schokolade, Papaya, Maren's Mutter, Blumenstrauß, Zaun, Wiese, Sonnenbrille, Nadel und Faden, Kekse, Haarfestiger, Kran, ... . In diesem Moment Ankunft am Zeltplatz in Pouilly s. C. und Ende des Spiels ohne Ermittlung eines Siegers ... . Gott sei Dank, wer weiß, wie lange das wohl noch weiter gegangen wäre!

Kurz vor der Einfahrt in die Straße zum Zeltplatz überquerten wir eine Brücke über den Sornin. Maike und ich erblickten ein Wehr, eine Schräge von etwa 1 Meter Höhenunterschied. Entsetzen in unseren Augen! Muss es denn gleich so losgehen?!
Der Zeltplatzeingang ist wunderschön, weil die Französin von der Rezeption mit viel Liebe -zig Blumenkübel bepflanzt hat und pflegt. Der Platz ist äußert günstig mit 29 Euro für alle inklusive Wohnwagen, Elektrizität und Zelten. Und: Es gibt eine Tischtennisplatte, schief, aber egal!
Nach dem Aufbau gehen wir alle das Wehr begutachten. Anschließend noch ein Bummel durch den Ort mit Besuch eines Antiquitäten- und Gerümpelladens, während der Rest der Gruppe (Ute, Thomas, Enno und Melanie) Boule spielen (das habt Ihr gedacht aber: sie haben sich vorher ein heimisches Öko-Bier schmecken lassen). Nach leckerem Essen gehen wir alle zeitig in die Falle und das war's für heute!

4. Tag - Samstag 21.07.07 - 1. Paddeltag: Campingplatz Pouilly-sous-Charlieu - Wiese nahe Baugy - 25km


Irgendwann ist wirklich alles verpackt
(Thomas) - Wir stehen gegen 7.30 Uhr auf und frühstücken mit frischen Baguettes. Dann wurden Packsäcke, Lebensmittel, Bootszubehör und etliche Dinge aus Bus und Wohnwagen ausgeladen und weiträumig ausgebreitet. Jeder versucht, sein Kajak mehr oder weniger geschickt zu beladen. Als praktisch schon alle Boote voll sind, stehen immer noch 3 Kisten Lebensmittel und -zig Liter Wasser herum. Die ersten Sachen werden wieder ausgeladen, im Bus gelassen oder neu verpackt. Überall finden sich noch Lücken, so dass dann doch alles einen Platz findet.
Enno, Ute und Thomas bringen Bus und Wohnwagen zum Parkplatz auf dem Campingplatz, wo wir sie für die nächsten zwei Wochen stehen lassen dürfen.
Gegen 11.30 Uhr wurden die ersten Boote zum Wasser geschleppt. Einige Boote sind so schwer, dass sie nur zu viert getragen werden können. Bis alle im Wasser sind, dauert es noch einmal eine halbe Stunde. Der Fluss, die Sornin, wird nach ca. 2 km in die Loire münden. Aber schon nach 200m wird uns ein 2 Meter langes Schrägwehr erwarten, dass wir schon am Vorabend von oben angesehen und für befahrbar befunden haben (jedenfalls die Mutigeren der Gruppe). Thomas gibt vorher eine Einweisung: Hut und Brille absetzen; Spritzdecke zu; Knie unter Bootsdecke klemmen; senkrecht auf die Kante mit viel Schwung zufahren; nach dem Wehr weiterpaddeln. Thomas fährt zuerst runter, dann Enno, dann die anderen ohne Probleme. Melanie kippt beinahe um und Maike kreischt so laut, dass das halbe Dorf es hört. Nach dieser Herausforderung geht es schwungvoll weiter, es folgen noch ein paar schnelle Kurven und Stromschnellen. Die Boote bekommen üble Dellen und Kratzer. Bei Sonne und 25 °C erreichen wir die Loire, die sich breit mit erstaunlich starker Strömung dahinwälzt. Die Breite schwankt zwischen 50m und 200m, immer wieder unterbrochen von Sandbänken und Inseln. Es dauert eine Weile, bis sich jeder eingepaddelt hat. Auch nach einer Pause dauert es, bis endlich auch der letzte im Boot sitzt.
Beladen!
 
 

Die Boote werden zu Wasser gelassen
 
Melanie ist als Erste auf dem Fluß und testet das ungewohnte Fahrverhalten des voll beladenen Bootes

Karin
 
Nun sind alle startklar

Ole im ersten Wehr...
 
... und Tabea

Die Loire isr erreicht. Sie fließt breit und schnell.
 
Gegen 16 Uhr fängt es an zu regnen, wir wollen gerade nach einem geeigneten Übernachtungsplatz suchen. Nach einer weiteren Stunde landen wir schließlich an einer Kanuverleihstation (in der Nähe von Baugy), wo ein schönes gemähtes Rasenstück ideal zum Zelten ist. Wir haben gerade die Zelte aufgebaut, als die Eigentümer vorbeikommen und uns wegen der Kühe auf ein 20m weiter gelegenes Stück Wiese (mit Holzsitzbank) vertreiben. Inzwischen ist es wieder trocken. Wir machen Kaffee und essen Abendbrot. Dann reißen ein paar Kühe aus, so daß Thomas zum Bauern läuft, damit er sie wieder einfängt. Der kommt mit einem Quad und jagt damit die Kühe, allerdings vergeblich. Die Kinder, Maren, Tabea, Ole und Christian, baden gerade und stören mit ihrem Lärm die Aktion. Schließlich klappt es und wir sind ganz froh, doch nicht auf dem ersten Stück Wiese gezeltet zu haben.
  Pause
  Abendessen
Auf der gegenüberliegenden Flussseite beobachten wir eine laut klappernde Storchenfamilie auf ihrem Horst, malerisch vor dem roten Sonnenuntergang, der bei den weißen Kühen rosa Hinterteile erzeugte.
Zwischen 22 und 23 Uhr gehen alle schlafen. Wir sind heute 25 km gepaddelt.

Trockenplatz für Spritzdecken und Schwimmwesten
  Die Störche kehren zurück

5. Tag Sonntag 22.07.07 - 2.Paddeltag: Wiese nahe Baugy - Campingplatz Digoin - 23km


Bereitmachen zur Abfahrt

(Melanie) - Das Aufstehen klappte heute morgen bei allen recht gut, da uns die Sonne schon super entgegenlachte. Nach einem ausgiebigen Frühstück und darauf folgender noch nicht ganz routinierter Gepäck-Verladeaktion sind wir dann gegen 11.30 Uhr auf dem Wasser. Es wurde schon jetzt immer wärmer, so daß die Sonnenmilch für heute das wichtigste Utensil wurde.
Der Flusscharakter lässt uns an diesem Abschnitt immer wieder starke Ähnlichkeit mit unserer heimatlichen Hunte feststellen. Gerade die Uferwände, die Pflanzen, aber auch die Abbruchkanten sind hier fast identisch. Der wichtigste und auffallendste Unterschied ist hier die enorme Breite.

 
  Zwischendurch haben wir zum wieder Kräfte schöpfen zwei Pausen auf Inseln bzw. Kiesbänken gemacht. Ole und Tabea allerdings haben sich jeweils eine (wahrscheinlich jedoch ungewollte) Extrapause gegönnt, indem sie "aufgelaufen" sind und dort einen etwas längeren Aufenthalt hatten, da es für beide schwierig war, dort wieder herunterzukommen.
 

Frage: "Wo ist denn die Stadt?" -
"Da drüben!!!"
  Chrissi und Ole
Etwas später bekamen wir dann alle etwas mehr (manche auch weniger) Probleme. Die gefürchtete Brücke mit den 7 Pfeilern kam immer näher. Thomas haben wir erneut als mutigen Späher vorausgeschickt, aber selbst Ute kamen die Worte: "Wollen wir uns das nicht lieber noch vorher vom Ufer aus angucken?" über die Lippen. Das Problem für uns Restlichen dabei war, daß die Angst immer größer wurde, wenn selbst Ute schon Zweifel äußert. Oh je!
Thomas kam gut durch. Enno blieb wie auf einer Wippe mitten auf einem Felsen hängen und kam nur durch eine geschickte Gewichtsverlagerung nach Vorne endlich weiter. Unsere Angst stieg dadurch nur noch weiter. Maike war die mutige Nächste, bog aber glatt in den falschen Brückenbogen (einer weiter links) ein. Lange Zeit war sie für uns noch Wartenden nicht sichtbar, kam dann aber doch endlich unbeschadet (kleinere Schäden am Boot mal ausgenommen) bei Thomas und Enno an. Ab jetzt haben wir anderen alle lieber Maike's Weg verfolgt (entgegen Thomas' Rat), obwohl der für uns ins Ungewisse ging, da niemand wusste, was Maike zwischendurch erlebt hatte. Als ich an der Reihe war und um den Pfeiler herumgetrieben wurde (starke Strömung) tauchte mit einem Mal eine Person im Wasser auf, die versuchte, die durchkommenden Boote in die richtige Richtung zu lenken. Mir fiel es jedoch sehr schwer, auch wirklich die Richtung zu halten und so machte ich (absolut unfreiwillig) Bekanntschaft mit den links liegenden Felswänden und Steinen. Zwei davon meinten, meinen Bug in ihre Mitte nehmen zu müssen und haben mich dadurch fast zu Kentern gebracht. Durch den Schrecken und das krampfhafte Festklammern am Felsen hat mein Paddel schon ohne mich den weiteren Weg durch das Wehr angetreten und wurde auf meine panischen Rufe hin von Ute eingefangen. Eine Schweizerin hat mir vom Ufer her eine rettende Holzlatte (Stoßlatte von deren Floß) entgegengehalten, mit der sie mich dann aus den Steinen befreit hat. Die letzten Meter hieß es dann treiben lassen, mit Paddelschlägen der Hände versuchen, die Richtung zu korrigieren und von Ute mein heißgeliebtes Paddel entgegenzunehmen. Alle Nachfolgenden sind entsprechend turbulent, aber unversehrt hindurchgekommen.

Enno
 
Melanie ohne Paddel

Die Kinder baden schnell bevor es was zu tun gibt!
  Wenig später hatten wir dann auch (endlich) nach viel Aufregung und mindestens 35°C unser Tagesziel - einen Campingplatz direkt an der Loire in Digoin - erreicht. Zum Ausgleich der (ober) -körperlichen Belastung haben wir alle gemeinsam, nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten und das Gepäck verstaut war, einen kleinen Stadtbummel mit gemütlicher Getränkepause im "Amstel" gemacht. Auf dem Rückweg haben wir noch einen kleinen Abstecher zu dem spektakulären Wehr von heute Nachmittag gemacht und festgestellt, das dies ein Aquädukt ist à eine Wasserstraße (Brücke) oberhalb, die durch eine andere Wasserstraße (Fluss) unterhalb gekreuzt wird. Super spannend und schön.
Wieder zurück auf dem Campingplatz haben wir Nudeln mit Soße gekocht, um uns von diesem ereignisreichen Tag zu stärken und nach einem gemütlichen Glas Rotwein in den wohlverdienten Schlaf hinüberzugleiten.
Heute haben wir 23 km gepaddelt.

 
Kirchplatz von Digoin
 
 

Ole bestellt Getränke auf Französich; gar nicht so einfach, da mehr auf der Karte als im Angebot ist.
 
Spaziergänge sind langweilig?!?!!
Unsere Jugend: Chrissi, Tabea, Maren und Ole

6. Tag - Montag 23.07.07 - 3. Paddeltag: Campingplatz Digoin - Campingplatz Diou - 31km

(Christian) - Mein Ding! Juhu! Ich hab Geburtstag! Das ist toll.
Trotzdem mussten wir um 7.30 Uhr aufstehen, da wir noch im Intermarché einkaufen wollten. Dort kaufte ich Süßigkeiten und für die Pausen Madeleines (Maren hat ihre Bonbontüten verschrottet). Als wir wieder auf dem Zeltplatz waren, ließen wir schnell die Boote zu Wasser und paddelten los. Das Wetter war stabil (bewölkt). Wir kamen schnell voran. Nach einer Stunde machten wir die erste Pause mit Madeleines und Geburtstagsständchen.
Als wir wieder lospaddelten, kam eine riesige Regenwand auf uns zu. Kurz darauf fing es wie aus Eimern an zu schütten. So mussten wir schnell unter die Bäume am Ufer flüchten. Dort war es nass, ekelig und kalt. Und wir saßen 2 Stunden dort fest - ätzend! (Das Gewitter und der Regen dauerten 1 Stunde 10 Minuten. Einige nutzten die Wartezeit für ein Nickerchen unter tropfendem Gesträuch.)

 

 
Zwischendurch dachten wir, es hört auf zu regnen, fuhren los und mussten wieder flüchten. Doch dann kam eine schwarze Wolkenwand auf uns zu und wir flüchteten wieder. Aber anstelle des erwarteten Regens kam eine sauheftige Windböe. Wir fuhren mit heftigem Gegenwind und Wellen bis zu 0,5m weiter.
Dann machten wir eine Pause mit Schoko-Madeleines. Noch 10 km, dachten wir, dann kommt eine Brücke und danach der Zeltplatz. Doch nach der nächsten Biegung schrie Maren: "Eine Brücke, eine Brücke!" Dann waren wir schon am Zeltplatz (Diou).
  Geburtstagsfeier
 
 
 

Nachdem die Zelte aufgebaut waren und das Lager eingerichtet war, versuchten wir - vergeblich - das etwa 2 km flussabwärts gelegene Wehr zu besichtigen, wie die Kanuführer es empfehlen.

Es gab leckere Nudeln mit Soße.
So viel bedeutet den Kindern das Essen! Karin und Maike haben eine Stunde lang Gemüse geschnippelt, mit Thomas' Hilfe (Bedienung der Gaskocher) angebraten, gegart, ..., und es gab: Reis mit Ratatouille.

Abends streunten wir (die Jugend) noch herum, bis wir eingefangen wurden. (31km)

 
Karin schnippelt Gemüse
 

7. Tag Dienstag 24.07.07 - 4. Paddeltag: Campingplatz Diou - Sandbank hinter Bourbon-Lancy - 11km

(Maren) - Erst mal voll ätzend geweckt durch Kirchengeläute und Autogefahre. Erst da merkte ich, daß ich schwimme. Während der Nacht hat es in das Zelt geregnet und alles ist untergegangen. Jedenfalls meine Seite, Tabea's (Tabea) war staubtrocken. Ich erst mal stocksauer raus und das Zelt neu befestigt.
Dann gab es Frühstück. So`nen abgegabbeltes Müsli mit H-Milch (die zum Kotzen schmeckte), da erfuhren wir, daß die Erwachsenen das "alte" Brot von gestern gegessen haben, damit wir das nicht essen müssen. Deshalb mussten wir "leider" ein Eis hinterher essen.

 
 

Dann fuhren wir los und es kam gleich ein Wehr, das wir erst mal von außen angucken mussten.

Thomas suchte den Kick und fuhr unter der Beobachtung der übrigen rechts durch die großen Schwälle, die über seinen Kopf hinwegschlugen, der Puls ging auf "200"; danach signalisierte er, dass besser der ungefährlichere Weg links zwischen dem Binsenbewuchs gewählt werden sollte.

 

Wer sein Boot liebt, ...
 
... der schiebt: Melanie
 
 

So nahmen wir die "sanftere" Variante. Als fast alle durch waren, war Maike zu klug, einzusteigen und ist das erste Mal gekentert.

Zum Glück, denn so haben wir mitbekommen, dass ein französisches Ehepaar (mit seinem Canadier) in die heftige Strömung geriet und so mit allem kenterte. Nun ging alles schnell.


Das gekenterte französische Boot steckt im Wehr fest.

 
Karin mit dem geretteten Havaristen im Schlepp, beobachtet von Maren und Ole
Alle fuhren sofort zu den Sachen, um sie einzusammeln, während Ute die Frau rettete. Sie wurde an Land gebracht, während der Mann versuchte, das Kanu, das sich zwischen zwei Steinen verkeilt hat, loszukriegen. Leider scheiterte er und trieb entkräftet zu Karin. Sie fuhr ihn so unter starker Anstrengung gegen die Strömung in Richtung Land, während Melanie mit einem geschickten Wurf (Ex-Handballerin) dem Mann einen Wurfsack zuwarf und ihn an Land zog. Währenddessen hatte sich das Kanu (aus der Verblockung) gelöst und trieb in meine Richtung. So gab ich Enno und Thomas die Vor-Leine und fuhr weg. Die schafften es dann unter noch stärkerer Anstrengung das Kanu an Land zu bringen, wieder mit Hilfe des von Melanie ausgeworfenen Wurfsacks. Wir halfen nun das Kanu zu entleeren und packten es neu.

Das gerettete französische Paar: es fehlten nur zwei Paar Schuhe, jeweils die Linken...
 


Die Rettungsaktion ist beendet.
Wir trafen uns unterwegs noch einige Male.

 

Unter tausend "Thank you's" verabschiedeten wir uns und fuhren noch 2-3 Stunden, bis wir eine schöne Insel fanden (hinter Bourbon-Lancy), wo wir unser Lager aufschlugen. Dann gab es Buchstabensuppe, und Tabea und ich regten uns wegen mehrerer Sachen auf, wo wir feststellten, dass die Loire negative Energie verströmt.

 
 
 
 
Dann haben wir Tabea begraben. Danach sprangen wir ins Wasser und tauchten uns gegenseitig unter. Weil wir schon froren, haben sich die Erwachsenen um uns gesorgt, was völlig unnötig war. Und wir mussten uns umziehen.
Als Tabea und ich noch spazieren gegangen sind, konnten wir noch Ole's Geschichte über Erdgnomen, Riesen, Zwerge und Elfen hören. Wir haben sie darüber ausgelacht und bei ihnen so viel Deo reingesprüht, dass sie fast erstickt waren. Das fanden wir sehr lustig. Dann haben Tabea, Ole und ich "Wahrheit oder Pflicht" gespielt, bis wir eingeschlafen sind. ("nur" 11km, wegen der Rettungsaktion)  

8. Tag - Mittwoch 25.07.07 - 5. Paddeltag: Sandbank hinter Bourbon-Lancy - Campingplatz Decize - 35km


(Ole) - Um 7.10 Uhr kam Enno und weckte uns mit "Aufstehen" ziemlich nervig auf. "Seufz" ... . Er sagte, daß wir um 8 Uhr losfahren würden, aber später, als wir losfuhren, war es 10 Uhr. Wir hatten 35 km vor uns. 12 km bis zur ersten Pause und danach im 45-Minuten-Trend. Am Ende hatte, glaub ich, keiner mehr ein Zeitgefühl... .

Um 16 Uhr kamen wir in Decize an. Wir (Chrissi, Karin, Maren, Tabea und ich) guckten uns Bilder von der bisherigen Fahrt an und danach bauten wir unsere Zelte auf. Chrissi und ich guckten den Anglern zu (nicht spannend). Um 18.45 Uhr gingen wir in die Stadt. Dort gingen wir in einen Supermarkt und kauften eine Flasche Sprite und die Kinder deckten sich mit Keksen und Süßigkeiten ein. Wieder am Campingplatz gingen Chrissi und ich ins Zelt und aßen alles auf. Wir hatten eine unsterbliche Wespe im Zelt, die nach einer Viertelstunde erst nach Schlägen usw. starb.

Es gab Nudeln zu essen und danach gingen Chrissi und ich auf Toilette, was in einem ziemlichen Desaster endete, weil es kein Toilettenpapier mehr gab. Christian und ich suchten 30 Minuten danach und fanden 10cm Papier ... .

Mir war kotzübel von den Süßigkeiten und wir wollten nur noch ins Zelt. ... und dabei hatte Karin heute wieder mit viel Aufwand etwas Frisches zubereitet - und einen Extratopf für den Vegetarier in der Gruppe - Ole!!! Doch da gab es Abwaschen - eine halbe Stunde lang und dann endlich Pennen! Juhu! Morgen haben wir einen freien Tag! (35km)


 

"Treibgut"
 
Kaffeepause auf einer Kiesbank
 
 
 
Decize
: Autobrücke

Staudamm und E-Werk
 
alte Brücke in Decize

die berühmte 1000m lange Linden- und Platanenallee, die 1770 angepflanzt wurde
 

 


Das Lager auf dem Campingplatz von Decize
 


9. Tag - Donnerstag 26.07.07 - Paddelfreier Tag (6): Decize - 0km

Kirche Stadttor
  Reste der Festung
 

(Tabea) - Thema: Juhu! No paddeling today!

Endlich konnten wir mal richtig ausschlafen und ausgiebig frühstücken. Danach folgte ein schöne warme und hygienische (besser als sonst) Dusche!

Nach dem schönen Erwachen ging unsere Paddeltruppe die schöne Stadt Decize besichtigen. Wir besuchten eine alte, fast abgefackelte Kirche und noch ein, zwei andere alte Gemäuer.

Nach ca. 1 Stunde saßen wir in einem überteuerten Eiscafé, wo wir ziemlich lange auf unser lieblos zugerichtetes Eis warten mussten. Im Anschluß gingen wir dann in einen Baumarkt, um Stricke für Bootswagen zu kaufen. Nach langem Nörgeln schaffte die Jugend es, sich von den Erwachsenen abzuseilen und allein in der Stadt herumzulaufen. Was wir wie immer als erstes machten, war Süßigkeiten kaufen, während die ältere Generation sich wieder mit Kultur dicht sahen.

 
Als Chrissi, Ole, Maren (Maren) und ich uns mit Waffeln, Keksen und anderem Zeugs auf einer Bank an den Kanal setzten, wurden wir von zwei Jungs, die mit einem Boot fuhren, angesprochen. Nachdem sie uns erst auf Italiener und dann auf Holländer schätzten, schrieen Maren und ich lauthals "Germany", so dass uns alle anderem im Park anstarrten... . Schließlich fuhren sie weiter. Nach 15-20 Minuten fuhren sie wieder an uns vorbei und ich konnte es schon wieder nicht lassen und rief ihnen mit einem geschickten "Can I driving mit rum?" zu und schon legten sie an und ich konnte eine Runde mit Garry (20) und Christopher (20) auf einem vibrierenden Boot fahren. Wir unterhielten uns gut und alles war toll, bis ich ihnen mein Alter (13) verriet - dann hatten sie es ziemlich eilig. Sie unterhielten sich dann auch mit Maren, Chrissi und Ole, die auf einer Bank warteten und es super peinlich fanden, daß ich gefragt habe. Aber trotzdem verstanden sie sich gut, bis sie ein großes "Fragezeichen" im Gesicht hatten, als Ole sie mit ICQ belaberte...  
 

Währenddessen waren ein paar der Älteren (Melanie, Thomas, Maike und Enno) mit den Booten zum Einkaufen (zu einem etwas anderen Lidl mit einem extra Anleger für Boote) gefahren. Als wir endlich ankamen und uns wunderten, daß die Kajaks wegwaren, kamen die schon wieder vom Einkauf zurück.

Enno und Thomas machten ein typisches "Frankreich-Käse-Mahl". Es war von fest bis weich und Schimmel alles dabei.

Nach dem "Mahl" guckte Chrissi nach seinem Kajak ... und dann hatte er ein Ameisennest - die Krabbelviecher hatten ihre Eier in seiner Spitzdecke abgelegt. Leider hatte ich ebenfalls ein Nest in meiner Spritzdecke, aber nicht so extrem wie bei Chrissi!

 

Wer haust hier? -- Mädchen oder Jungs?
 
Hier sind die Jungs "zuhaus"!
  Stadtmauer und Turm
 

Danach gingen Chrissi, Ole, Karin, Maren, Melanie und ich Beachvolleyball spielen, während die anderen (nur Ute und Thomas) mal wieder die Stadt erkundeten. Alles war geil, doch dann mussten wir mal wieder Ärger kriegen. Als das Volley-Spiel vorbei war, gingen Melanie und Karin los, da Nachtruhe war (22 Uhr). Natürlich gingen wir nicht mit und setzten uns an den Strand, lachten und redeten. Schließlich war es dann 23.15 Uhr, als Maren und ich unser Gratiswasser von der Theke austranken und ich Ole's halbes Eis aß. Dann gingen wir zurück zum Zeltplatz, wo wütende Mütter auf uns warteten, um uns indirekt fertig zu machen! Davor mussten wir an einem abgeschlossenen Campingplatztor vorbei, also mussten wir rüberklettern, wo auf der anderen Seite eine genervte Karin stand. Nach einer halben Stunde Diskussion, warum wir nicht diskutieren sollen und warum es kein "aber" gibt, gingen wir ins Zelt.

Trotzdem war nicht Ruhe. Maren und Tabea konnten ihre Schnauze nicht halten und packten ihre Sachen und redeten lauthals über Gott und die Welt. Wir wurden gleich wieder angemuckt und dann machten wir noch komische "Geräusche", bis wir endlich einschliefen...

 


10. Tag - Freitag 27.07.07 - 7. Paddeltag: Campingplatz Decize - Sandbank hinter Imphy - 22km


Abfahrt aus Decize

(Ute) - Nach zügigem Aufstehen, Frühstücken und Packen lassen wir gegen 10 Uhr unsere Boote ins Wasser und setzen das kurze Stück zur Umtragestelle vor dem Staudamm und E-Werk um. Ein Boot nach dem anderen werden an der engen Ausstiegsstelle an Land geholt und auf Bootswagen verladen. Maren hat den Weg zur Einstiegsstelle erkundet und bringt ihr Boot gemeinsam mit Thomas als erste hinüber. Nun gibt es zwei Hilfsteams: beim Aussteigen und Verladen (Enno und Ute) und beim Einstieg (Thomas).
Von kleinen Mißgeschicken abgesehen (man besteht darauf, dass ich die Mißgeschicke präzisiere: Ole fällt beim Aussteigen aus dem Boot: -Wie ging das mit der Paddelstütze?- und das Boot läuft voll Wasser. Boote fallen vom Bootswagen oder diese klappen unter den Booten zusammen, da sie nicht vernünftig befestigt sind), klappte das Umtragen der Boote gut und kurz nach 11 Uhr schwimmen alle wieder.


 
 
Bei schönem Wetter und guter Strömung paddeln wir ca. 1 Stunde, dann etwa eine halbe Stunde Pause und in ähnlichem Rhythmus geht es weiter. Mittagspause bei glühender Sonne mit gekochten Eiern und Brot im Halbschatten einer Birke auf einer Sandbank (Kies-). Gegen die Hitze tauchten wir die Hüte ins Wasser um den Kopf zu kühlen  
 
 

noch ist alles ruhig...
 
...gekentert...- Melanie hilft


Vor Imphy taucht das schräg zur Strömung im Fluß liegende Naturwehr vor der Brücke auf. Eigentlich sollte man es erst besichtigen, aber das Ufer ließ ein Aussteigen nicht zu.

Thomas fährt als erster durch und die Kinder und die anderen folgen. Die Strömung treibt die letzten Boote (Enno, Ute und Melanie) von der optimalen Durchfahrt weg. Enno bekommt Probleme, Ute verzögert kurz ihre Anfahrt. Der Bug wird auf die großen Steine nach links hingezogen, wo die Durchfahrt nun wirklich nicht erfolgen sollte. Eine Kurskorrektur ist nicht mehr möglich, das Heck wird von einer anders gerichteten Strömung nach rechts gezogen - kurzum, es ist klar, das klappt nicht. Also ein Griff zur Spritzdecke, als das Boot über mir schwimmt, an Paddel und Boot geklammert, rumpelt alles - Boot und ich - über die spitzen und eckigen Steine das Wehr hinunter. Unten ist das Wasser im Kehrwasser hüft- bis knietief; Melanie kommt mit ihrem Boot längsseits und gemeinsam entleeren wir literweise mit den Schwämmen das Boot. Mittels einer eleganten doppelten Paddelstütze steige ich wieder ins Boot und gemeinsam fahren wir durch das folgende Wehr unter der Brücke. Die restliche Truppe wartet unterhalb davon auf einer Sandbank. Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter, auf der Suche nach einer geeigneten Übernachtungssandbank.

  Das Lager ist schnell aufgebaut, Thomas hat bald den Kaffee fertig, der entspannende Teil des Tages kann beginnen. Melanie und Ute sind mit Kochen dran, doch Melanie entdeckt plötzlich einen versteinerten Seeigel und nun kann sie nur noch suchen; sie steckt alle mit der Sucherei an, und bald laufen 10 Personen gesenkten Hauptes über die Kiesstreifen; daran wird sich auch in den nächsten Tagen nichts mehr ändern.

Maike und Ute kochen Nudeln mit Käsecremesauce - verlängert mit Schmierkäse, verfeinert mit Knoblauch und weiteren Gewürzen.

Dann wird wieder nach Versteinerungen gesucht. Gegen Abend haben wir an die 90 Exemplare gesammelt.

 
 

Wir beenden den Abend an einem Lagerfeuer mit einem Schluck Wein, während Eulen über uns hinwegfliegen. Der Mond (beinahe Vollmond) leuchtet hell.

Das Boot hat fiese Kratzer in Querrichtung und auf dem Deck abbekommen; die Gruppe beobachtet faszinierend das wechselnde Farbenspiel an meinem linken Oberarm. (ca. 22 km)

11. Tag - Samstag 28.07.07 - 8. Paddeltag: Sandbank hinter Imphy - Campingplatz Nevers - 11km

(Maike) - Kurz nach 10 Uhr waren wir startklar. Erster Zwischenstopp wird Nevers sein. Eine Kleinstadt mit Sehenswürdigkeiten und einem Wehr, welches laut Infobuch über eine Bootsgasse verfügt. Nach ca. 6 km hören wir schon das Wasser rauschen. Über die Loire spannt sich eine Brücke mit 10 Jochen (Rundbögen). Der Kanuverein auf der rechten Seite ist leider nicht zu finden, also paddeln wir den Campingplatz auf der linken Loireseite an. Eigentlich nur um kurz Einzukaufen, damit für den Abend eine geeignete Sandbank gefunden werden kann.

 


 
 

 

Beim Überqueren der Brücke stellten wir mit Entsetzen fest, daß die Bootsgasse doch nicht so "locker" zu durchfahren ist wie gedacht. Starke Strömung und dicke Felsbrocken. Wir wissen jetzt, warum der Ort Nevers heißt. Mehrere Kajakfahrer standen auf der Brücke, guckten herunter und sagten "never" (Niemals!) - O-Ton von Melanie.
 
  Kirchenfenster
 

Villeneingang

  Wasserspiele
 


Nachdem wir die wunderschöne Kathedrale, die Touristeninformation mit Ausstellung (kostenloses Museum) und natürlich einen Supermarkt besucht hatten (Essensration für die nächsten 2 Tage und für die Kinder Süßigkeiten...), ging es zurück zum Zeltplatz. Die Kinder wurden angehalten, so schnell wie möglich die Boote zu beladen, weil sie als erste ins Wasser und durch das Wehr sollten.

Als die Kids fertig waren (natürlich unter Genörgel) wurde ein Foto gemacht!


Hunger!!!
 
feines Detail
In der Zwischenzeit war von den Erwachsenen längst beschlossen, daß wir die Nacht in Nevers verbringen und abends einen Abstecher zu einer Pizzeria machen, wo auch ausgiebig gespeist wurde. Die Kinder vergnügten sich danach auf der Skaterbahn, während die Erwachsenen noch der "blauen Linie" durch die Altstadt von Nevers folgten. Zurück auf dem Campingplatz zeigte sich die Stadt mit einem wundervollen Panorama. Die Sehenswürdigkeiten wurden angestrahlt, die Straßen mit den orangefarbenen Laternen, rechts und links ein Feuerwerk. Wobei die rechte Seite meist Blindgänger in die Luft schoss. Gleichzeitig wurden wir von einem Freiluftkino auf französisch berieselt. Es lief "Der Eisberg". Die Nacht war lau und die Kinder beschlossen nicht im Zelt, sondern im Freien zu übernachten.
 


edles Auto und altes Gemäuer, beides hat schon
mal bessere Zeiten und Zustände erlebt

  Treppe an der Stadtmauer
Tor  


Kathedrale und Altstadt bei Nacht
  Fast hätte ich es vergessen. Ein Pärchen, welchem wir unterwegs schon mehrmals begegnet sind, ist mit einem Schlauchboot durch die Bootsgasse gefahren. Melanie, Thomas und ich haben sich an verschiedenen Stellen mit den Kameras in Position gestellt und alles dokumentiert. Sie haben es geschafft mit viel Juhuu!
Bemerkenswert, da (Steuerfrau) Isabell sonst keine Bootserfahrung hat und Martin blind ist. Mit von der Partie war außerdem Jeanna, der schwarze Blindenhund, der auf meinen Fotos von der Fahrt durch die Bootsgasse mal rechts, mal links aus dem Boot schaut. Das Schlauchboot besteht aus drei verschiedenen Kunststoffschichten und ist damit fast resistent gegen die spitzen Steine. (11km)
 

12. Tag - Sonntag 29.07.07 - 9. Paddeltag: Campingplatz Nevers - Sandbank hinter Marseilles les Aubigny - 22km

(Thomas) - Nachdem wir am Abend vorher noch lange draußen gesessen haben und mit Blick auf die beleuchtete Stadt eingeschlafen sind, wachen wir bei bedecktem Himmel gegen 8 Uhr auf. Nach dem üblichen Frühstück geht alles relativ schnell und um 10.10 Uhr sind die Boote im Wasser.
Wir fahren aber nur ca. 100 m, da wir dann im ganz links liegenden Torbogen der Brücke von Nevers durch das Wehr treideln müssen. Wir tragen oder schleifen die Boote einen kleinen Durchfluss entlang, danach ist wieder offenes Fahrwasser. Um 11 Uhr sind wir schließlich durch und fahren im gewohnten Rhythmus, d.h. 1 Stunde Paddeln, 45-60 Minuten Pause, den Fluss hinunter. Auch hier ist die Vogelwelt vielfältig: Reiher, Ibisse (?), Fischadler usw.. Manchmal springen die Fische bis zu 1 Meter aus dem Wasser. Wir treffen immer wieder auf die gleichen Paddelgruppen, aber insgesamt sind nicht viele Paddler auf dem Fluss und wir sind überwiegend unter uns.

 
 
 

als Museumsboot im Fluß verankert:
ein alter Frachtenkahn

Gegen Mittag kommt die Sonne durch. Hinter "Marseilles les Aubigny" finden wir eine geeignete Sandbank und schlagen gleich unsere Zelte auf. Nach dem Kaffee schnippeln Karin und Maike frisches Gemüse zum Couscous, während Enno, Thomas und die Kinder ein Lagerfeuer machen.
Da sich der Himmel wieder bezogen hat, haben wir aus unseren Planen einen Unterstand gebaut. Es regnet leicht, als wir essen.
 

 

Dann wollen wir uns mit der zweiten Rotweinflasche ans Feuer setzen, als wir eine Regenfront flussaufwärts ziehen sehen. Sie ist noch ca. 1 km weg, doch innerhalb von 2-3 Minuten fängt es an zu stürmen und zu gießen. Die erste Böe fegt den Vorbau von Thomas' und Ute's Zelt um, weil die Heringe im lockeren Sand nicht halten. Auch bei Karin fliegen die Heringe heraus. Wir hocken dicht gedrängt unter dem Unterstand, sind nass und frieren. Wir machen heißen Tee und Kaffee und trinken den Wein aus. Es gießt in Strömen, aber jetzt halten die Zelte.

Zwischen 22 und 23 Uhr gehen wir in kurzen Regenpausen nach und nach ins Bett. Wir haben gerade das Feuer ausgemacht, als es wieder richtig zu regnen beginnt. Doch in den Zelten ist es trocken und wir schlafen gut bei dem Geprassel.
Wir sind heute 22 km gepaddelt.

13. Tag - Montag 30.07.07 - 10. Paddeltag: Sandbank hinter Marseilles les Aubigny - Campingplatz Pouilly-sur-Loire - 25km

(Melanie) - Nachdem wir gestern alle rechtzeitig (wegen des heftigen Regens) in unseren Zelten verschwunden waren, fiel es uns heute morgen auch nicht wirklich schwer, relativ ausgeschlafen um 8 Uhr aufzustehen. Bei den Kids sah dies allerdings etwas anders aus, denn als sie geweckt wurden, war die Laune sehr "explosionsgefährdet".

Um 11 Uhr waren wir, etwas später als zuvor gedacht, auf dem Wasser und kehrten unserer letzten nächtlichen Sandbank den Rücken. Das Paddeltempo wurde heute sehr schnell angegangen (Ob wohl alle schnell ans Ziel wollen?).

 
 

Nach schon 45 Minuten konnten wir vor uns 2 Brücken ausmachen. Die rechte davon war die unsere. Nach und nach konnten wir, je dichter wir kamen, alle 10 Joche ausmachen. Der Kanuführer rät hier, die Durchfahrschneise für Kanu's (laut DKV-Kanuführer: 2. Joch von rechts, tatsächlich aber 3. Joch von rechts, beschildert) vorher zu besichtigen und selbst zu entscheiden, ob es als befahrbar eingeschätzt wird. Maike und ich haben uns das Ganze von unten angesehen, während alle anderen den Blick von oben bevorzugten. Das hätten wir wohl auch besser getan, denn von unten sah alles noch viel schlimmer aus.

Um ein wenig unsere Nervosität abzubauen, haben wir erst einmal einen Stadtbummel durch die wirklich sehr sehenswerte Stadt "la Charite sur-Loire" gemacht, die mit ihren zahlreichen alten Bauwerken unbedingt zum kulturellen Programm gehören sollte.

 
  öffentliche Toilette
 
 
  Gegen 13 Uhr kamen wir unseren Booten immer näher - doch so richtig hatte noch keiner wirklich den Mumm zu starten. Somit wurde kurzerhand noch eine "Vitamin-Pause" mit Melone und Pfirsichen eingelegt.
Maike und mir, aber auch Karin wurde es immer mulmiger in der Magengegend und wir hätten jetzt alle drei gerne noch vorher ein WC aufgesucht - zwecks nervöser Blase (wir befanden uns aber auf einer stadtparkähnlichen Wiese/ Sandbank).
Thomas war (wie immer) der mutige Erste. Kurz zuvor gab er uns alle noch Anweisungen, wie es uns am besten gelingt, gut hindurchzukommen bzw. wie wir uns zu verhalten haben, wenn es uns "erwischt". Nicht gerade motivierend, wenn der Ernstfall schon besprochen wird. Unsere Angst wuchs um so mehr.
Thomas also fuhr als Erster. Als er in das Joch hineinfuhr, verschwand er auch schon aus unserem Blickfeld tief nach unten. Jetzt geschah das, was Maike und ich zuvor von der Seite gesehen haben. Direkt hinter dem Joch geht es ca. 1 Meter abwärts bevor die Strömung und der Rückschwall wieder zugreifen. Von oben von der Brücke sah alles ziemlich harmlos aus und der Höhenunterschied war nicht zu sehen. Einer nach dem anderen verschwand erst im Joch und dann im Abgrund, bevor jeder wieder (weit nach links getrieben) sichtbar wurde. Unserer Angst allerdings konnten auch die Erfolge der anderen nichts Positives anhaben.
Jetzt war ich dran. Mein Herz hing mir in der Hose und das Joch kam immer näher. Nur Mut, dachte ich mir - zurück geht's nicht mehr (wenn nicht alle gefahren wären, hätte ich glatt umgetragen) - und schon ging's bergab. Ziemlich hin- und hergeschaukelt und mindestens 10 kg schwerer (durch zugetanktes Wasser) kam ich ohne größere Probleme hindurch. Geduscht bis zum Hals!
Maike und Ute kamen noch nach mir hindurch - auch unbeschadet. Alle haben es super gemeistert und es hat sogar riesig Spaß gemacht! Karin und Thomas wollten gleich noch mal. Diese Meinung allerdings konnten wir nicht teilen. Spaß ja, noch mal aber bestimmt nicht! Puh!

 
 


Weiter ging's.

...vorbei an dem ersten Loire-Schlösschen...

Nach ca. 1 Stunde haben wir unsere letzte Pause vor unserem Zielort "Pouilly-sur-Loire" gemacht und sind natürlich wieder auf einer sandigen Kiesbank gestrandet, die zum Sammeln von Fossilien einlud (Das Hobby dieses Urlaubes von fast allen Mitreisenden).

 
 

Nach einer weiteren Stunde erreichten wir "Pouilly-sur-Loire". Die letzten ca. 500 Meter wurden für uns noch einmal zu einer Herausforderung. Wir sind an der letzten Brücke in den rechten Arm eingebogen und kamen hier in einen Nebenarm der Loire, der direkt zum Campingplatz führt. Sehr flaches Wasser, enge Gassen und Kiesbänke mittendrin haben uns gezeigt, wie wir die Loire (die bisher durch relativ hohen Wasserstand geradezu ideal zum Paddeln war) komplett hätten vorfinden können.

Beim Campingplatz angekommen hieß es Boote hoch wuchten und Zelte aufbauen, bevor jeder seinen persönlichen Bedürfnissen (wie Duschen) nachgehen konnte. Enno und Karin erledigten währenddessen den Einkauf und die Kids waren heute mit Kochen dran. Es gab ein klasse 3-Gänge-Menue (Flädle-Suppe; Nudelsuppe mit extra Nudeln und Kirschfruchtschale, in der sich die Früchte als verklumpte Anrührmasse herausstellten).

Bevor wir "Erwachsenen" das Geschirr spülen gegangen sind, haben wir alle abwechselnd die ersten Aufzeichnungen aus unserem Fahrten-Tagebuch vorgelesen und gemeinsam in Erinnerungen geschwelgt und uns totgelacht. So ging unser letzter Paddeltag mit viel Aufregung, Anstrengung aber auch abendlicher Entspannung zuende. (25km)

 
 

14. Tag - Dienstag 31.07.07 - 1. Tag danach: Campingplatz Pouilly sur Loire

(Karin) - Zwei aus der Gruppe (Enno und Thomas) haben die Aufgabe übernommen, von Pouilly nach Pouilly zu fahren und die Autos zu holen. Von Pouilly-sous-Charlieu waren wir ja 10 Tage zuvor gestartet und auch der Zielort hieß Pouilly, mit dem Zusatz "Sur-Loire". Mithilfe des Zugfahrplanes hatten wir schon am Vortag herausgefunden, dass der Zug von Pouilly-sur-Loire nach Nevers um 9.39 Uhr fuhr. Beide wollten um 9 Uhr zu Fuß los Richtung Bahnhof. Alle anderen hätten an sich ausschlafen können, aber zwischen 8 und 8.30 Uhr versammelten sich alle Erwachsenen um den Frühstücksplatz. Auch die Kinder schliefen längst nicht so lange, wie erwartet.
Thomas und Enno starteten pünktlich.
Um ca. 16.15 Uhr erblickten wir den Bus mit Bootsanhänger und den Volvo mit Wohnwagen, die auf den Zeltplatz einfuhren.
Enno und Thomas berichteten bei Kaffee und Kuchen, dass sie in Nevers ca. 25 Minuten Aufenthalt bis zum Anschlusszug nach St. Germain hatten, wo sie nur auf der anderen Seite des Bahnsteiges in den Zug nach Roanne zusteigen konnten, der 2 Minuten später bereits abfuhr. Von Roanne wäre es per Bus erst am frühen Abend weitergegangen, also Taxi und gleich danach Rückfahrt. Da beide nichts gegessen hatten, waren sie recht ausgehungert. Das Wetter an diesem Tag übrigens mörderheiß, keine Wolke am Himmel.


 
 

Die Übrigen hatten nun einen Tag zum überwiegend Ausruhen vor sich. Morgens der erste Einkaufsbummel im Ort, dann Rage auf dem Zeltplatz gespielt, Baguettereste verzehrt, zweiter Einkaufsbummel mit den ersten Weineinkäufen. Leider hatten alle Boulangeries bis mindestens 16 Uhr Mittagspause und wir wollten doch Enno und Thomas zu ihrer Rückkehr mit frischem französischen Kuchen verwöhnen! Ein Supermarkt öffnete aber glücklicherweise und der hatte schönen Apfelkuchen (Tarte).

Um 13.15 Uhr hatte Karin eine SMS von Thomas erhalten, dass sie nun losfuhren. Na, da war es ja mit der Hinfahrt offenbar recht gut gelaufen.
Der weitere Nachmittag verlief recht ereignislos, abgesehen von folgendem:

Eine holländische Familie mit zwei kleineren und einer pubertierenden Tochter hatte mächtig Stress, was alle übrigen Zeltplatznachbarn, ob sie wollten oder nicht, hautnah miterleben. Das pubertierende Gör mit weißblondem Zopf schrie stundenlang auf den Vater ein. Dieser schaffte es nicht, das Kind irgendwie zum Schweigen zu bringen, versuchte mehrfach, es ins Zelt zu schicken und herrschte es an, aber das Gör schrie und schrie einfach weiter. Nach Tritten und Schlägen, einmal auch von der Mutter, verschwanden sie im angrenzenden Wald. Uns schauderte bei der Vorstellung, was dort wohl abging. Aber nach einiger Zeit tauchten sie wieder auf und lebten und stritten weiter. Später wiederholte sich alles noch einmal und die Schläge und Tritte wurden härter. Abends saß die Mutter mit den Töchtern an der Theke und ach, was sind wir gut drauf, schäkerten sie mit dem Wirt, die Mutter soff. Der unsympathische Vater gesellte sich später dazu und soff ebenfalls. BRRRRR !!!!

 
 

Dieses Boot war zu Beginn der Fahrt fast neu!!!
  Die Jugend ging anschließend noch ein letztes Mal baden und sodann duschen. Hiernach mussten Sachen gepackt und Boote ausgeladen werden. Essen gehen war angeplant, aber das wurde zeitlich knapp und außerdem für zu teuer befunden, 17 € Menupreis pro Person. Ersatzweise wollten wir nach einem Pizzabringdienst suchen, was Ole übernahm. Eine Pizzeria im Ort sollte genau an diesem Tag nach dem Urlaub wieder öffnen. Thomas fuhr mit dem Wagen und der Bestellliste los. Die Pizzeria öffnete doch erst am Folgetag, aber einen mobilen Pizzawagen gab es auch noch in Pouilly. Allerdings sollte die Pizza erst um 21.30 Uhr fertig sein.
 
 
 

Nachdem alle Boote verladen waren, vertrieben wir Hungrigen uns die Zeit mit 1-2 Bieren oder Eis an der Camping-Bude, die Kids spielten Billard. Endlich, um 21.45 Uhr, erschien Thomas mit den ersehnten Pizzen, die aus den Pappschachteln verspeist wurden.

Zwischendurch war es schnatterkalt geworden. Nach einem Schluck Vin rouge verschwanden alle schnell in ihren kuscheligen Schlafsäcken.

15. Tag - Mittwoch 01.08.07 - 1. Rückreisetag: Campingplatz Pouilly sur Loire - Trier

(Ole) - Heute Morgen kam Enno schon um 7 Uhr! * Oh mein Gott ... * sofort mussten wir uns Waschen gehen usw., danach sollten wir Zelte abbauen (unseres war als einziges trocken, weil es unter einem Baum stand). Um 7.45 Uhr waren wir eigentlich fertig und wir warteten. Um 7.55 Uhr sollten wir "Pains" kaufen gehen und als wir um 8.10 Uhr zurück kamen, war der Tisch (Luxus aus dem Wohnwagen) schon gedeckt. Nach einer halben Stunde wurde abgeräumt. Wir kamen um 9.15 - 9.20 Uhr los. Abschied von Ute und Thomas (die noch eine weitere Woche Urlaub anhängen). Als erstes fuhr Enno und wir machten letzte Fotos der Loire. Als erstes fuhren wir auf die Autobahn Richtung Paris, was Maren Hoffnungen machte (sie möchte so gerne nach Paris). Von Pouilly - Mantargis - Troyes - Rasthof mit Pause - Chalons - Metz - Thionville - Luxemburg - Trier, wo wir steinharten Boden vorfanden. Um 18 Uhr kamen wir dann an und ich fuhr mit meinem Vater weiter nach Konz.


 
 
 

(Christian) - Während Ole nach Konz fuhr, machten wir uns fertig um Essen zu gehen. Als wir losgingen und in die Karl-Marx-Strasse einbogen, stellten wir fest, das wir uns im Rotlichtviertel befinden, da es an dieser Straße 6 (!) Erotik-Shops und Strip-Lokale gab. "Eine Schlampenstadt" stellte Maren fest. Auf einem großen Platz trafen wir dann Kai-Uwe und Ole. Sofort ging es zum "Inflagranti". Wir hatten 12,50 € zur Verfügung und kamen damit auch gut hin. Tabea aß ihre eigene Portion und Oliven, Schafskäse und Brot und mindestens 1/10 von jedem anderen Teller. Ole und ich kauften uns noch ein Eis, von dem Tabea wieder probieren musste.

Nachdem wir fertig waren mit Essen, guckten wir uns noch ein wenig die Stadt an. Zuerst besichtigten wir die einzige private römische Thermenanlage. Sie wurde vor 15-18 Jahren gefunden, als dort ein Parkhaus gebaut werden sollte. Dann gingen wir zum Hauptmarkt, von dort aus durch die Judengasse, dann zur Porta Nigra. Danach sind wir durch die Straße "Sieh-um-dich" zum Dom gelaufen. Es war ein gotisch-romanischer Dom. Welcher Teil der gotische und welcher der romanische war, konnte man daran erkennen, das die Goten spitze Bögen und die Römer runde bauten. Danach gingen wir zum Hauptmarkt, wo wir uns von Kai-Uwe und Ole verabschiedeten und liefen zu den Zelten. Maren hatte Halsschmerzen und wollte wie alle anderen nur noch ins Bett!

 

16. Tag - Donnerstag 02.08.07 - 2.Rückreisetag: Trier - Tungeln

(Tabea) - Am nächsten Tag wurden wir unsanft von lauten Lauten geweckt! Als es aufhörte schliefen Maren und Tabea weiter und genossen das kurze Schläfchen!
Dann kamen die Laute wieder, die ich erst ignorierte. Doch Maren kam und riss mich aus meinen lustigen Träumen, die total unlogisch waren... . Wir rollten/ packten unsere Sachen, während wir das Gemecker, warum wir nicht duschen wären, überhörten. Als Tabea und Maren zur komischen Toilette gingen, wo die Spülbetätigung ein Knopf am Boden war. Naja, während Tabea sich primitiv die Haare unter dem Waschbecken wusch, musste Maren sich Durchfall von ihrem Toilettennachbarn anhören und riechen... . Bleich und erschöpft kam sie von der Toilette zurück. An unserer Zeltstelle war alles schon verpackt und Frühstück vorbereitet.
Die Autofahrt war ziemlich langweilig. Ein paar Pisspausen, nix besonderes. Während der Fahrt wollte Maike was Saures von uns haben... . Diesen Gesichtsausdruck werden wir nie vergessen. Dann spielten wir "Ich packe meinen Koffer" (Karin gewann). Maren und ich rupften Christian Haare raus und bemalten ihn.

(Maren) - Wir fuhren noch endlos lang mit cooler Stra-Musik bis wir endlich ankamen. Und nun ging es los. Alle raus, Gurte lockern und Boote im Bootshaus verstauen. Maren musste noch das ganze Wasser ausschöpfen, das während der Fahrt hinein lief. Wir sortierten unsere Sachen aus, rollten den Trailer ins Bootshaus. Nun bringt uns Enno alle noch nach Hause und ab da erst mal `ne runde Pennen.

 

 

(c) SV Tungeln 1904 e.V. - Kanuabteilung -